Weil die Regelungen für anonyme Bargeldzahlungen in der Europäischen Union derzeit noch stark unterschiedlich gehandhabt werden, sollen künftig europaweite Regeln gelten: Die EU-Kommission will Barzahlungen über € 10.000 verbieten.

Dies kündigte EU-Kommissarin Mairead McGuinness in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ an: „Wir reden über eine Obergrenze von 10.000 Euro. So viel Geld in den Taschen herumzutragen, ist ganz schön schwer. Die meisten Menschen machen das nicht“, stellte McGuinness süffisant fest. Im Juli soll ein ganzes Bündel an Gesetzen gegen Geldwäsche vorgestellt werden. Wenn die europaweite Bargeldgrenze kommt, ändert sich für Deutschland vorerst nichts. Denn bereits jetzt wird bei Zahlungen über 10.000 Euro in Deutschland die Identität festgestellt, die Grenze für anonyme Goldkäufe liegt bei € 1999,99, ab genau € 2.000 wird der Ausweis gefordert. Es gibt aber keine allgemeine Höchstgrenze für Bargeldzahlungen. Im Klartext: Auch eine Immobilie oder ein Flugzeug könnte in bar bezahlt werden, wenn die Personaldaten des Käufers festgehalten werden.

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