Die Deutsche Bank hat einen Interessenausgleich mit ihren Mitarbeitern im Filialgeschäft in Deutschland geschlossen und dabei erstmals offen gelegt, wie viele Vollzeitstellen durch Schließung von Filialen wegfallen werden.

1190 Arbeitsplätze gehen demnach verloren, wenn wie geplant bis Ende 2021 97 von derzeit 497 Deutsche-Bank-Filialen und bis Ende 2022 jedes Jahr 50 der 800 Postbank-Filialen geschlossen werden. Damit soll eine Vereinbarung mit der Deutschen Post, in der die Zahl der jedes Jahr maximal möglichen Filialschließungen geregelt ist, voll ausgeschöpft werden. „Selbstverständlich werden wir die notwendigen Maßnahmen so fair und sozialverträglich wie möglich vollziehen“, schrieb Lars Stoy, der das Privatkundengeschäft der Marke Postbank leitet, in einem Pressebericht. Mit Filialschließungen und Stellenabbau reagiert die Deutsche Bank auf verändertes Kundenverhalten: Immer mehr Leute machen ihre Bankgeschäfte online oder per Telefon. Kunden der Deutschen Bank sollen aber mittelfristig das größere Filialnetz der Postbank besser und günstiger nutzen können.

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