Der Mittelstand ist nach wie vor der Motor der deutschen Wirtschaft und die rund 3,5 Millionen mittelständischen Betriebe beschäftigen annähernd 60% der Arbeitnehmer in Deutschland. Auf dieser Basis sollte es dem deutschen Mittelstand doch ein Leichtes sein, für die politische Durchsetzung seiner berechtigten Anliegen zu sorgen - doch das Gegenteil ist der Fall.

Gerade in den letzten 12 Monaten gerieten viele mittelständische Betriebe eher in das Fadenkreuz einer Umverteilung historischen Ausmaßes, die über weite Strecken bereits die Züge einer Enteignung trägt und gegen die man (bis auf wenige Ausnahmen) in den betroffenen mittelständischen Betrieben bisher noch kein Gegenmittel gefunden hat. Wie diese aktuelle Umverteilung vonstatten geht, zeigt ein Blick auf die Geschäfte des Groß-Reisekonzerns TUI. Weil das Touristikgeschäft seit März letzten Jahres fast zum Erliegen gekommen ist, erhielt der Großkonzern TUI rasche und unbürokratische Milliardenhilfen. Zu den direkten Profiteuren zählen damit auch die TUI-Großinvestoren, zu denen mit alleine rund 25 % ein russischer Oligarch zählt. Die zahlreichen mittelständisch geprägten Reisebüros (die in guten Zeiten der TUI Milliardenumsätze zuführten) warten dagegen oft heute noch auf vor Monaten vollmundig versprochene Hilfen.

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