Der Index für wirtschaftliche Freiheit wird seit 1995 durch die Heritage Foundation und das Wall Street Journal berechnete und dient der Beurteilung wirtschaftlicher Freiheit. Der Index misst anhand von 12 Kriterien, wie wirtschaftlich frei ein Land ist.

An der Spitze stehen Länder wie Singapur, Neuseeland, Australien und die Schweiz, am Ende des Index finden sich Kuba, Venezuela und Nordkorea. Die höchste Punktzahl, die ein Land erringt ist 89,7 (Singapur) und die niedrigste ist 5,2 (Nordkorea). In Vietnam beträgt der Index aktuell 61,7 – ein Zuwachs von 2,9 Punkten gegenüber dem Vorjahr. Damit gehört Vietnam erstmals in die Kategorie der „moderatly free“-Länder. Dass Vietnam auf Platz 90 in dem Ranking von 178 Ländern steht, mag nicht so sensationell erscheinen. Das besondere an Vietnam ist die Entwicklung und in dieser Beziehung ist Vietnam außergewöhnlich erfolgreich. Als die Heritage-Foundation erstmals im Jahr 1995 den Index veröffentlichte, hatte Vietnam einen Score von 41,7. Bis 2005 war der Wert auf 48,1 gestiegen, und im Jahr 2010 lag er bei 49,8. Zum Vergleich: Die USA lagen 1995 bei 76,7 und haben sich bis 2021 leicht verschlechtert auf 74,8. Italien und Frankreich machten in 25 Jahren praktisch keine Fortschritte bei der wirtschaftlichen Freiheit: Sie lagen 1995 bei 61,2 bzw. 64,4 und liegen heute bei 64,9 bzw. 65,7. Es gibt nur fünf – nicht vergleichbare und deutlich kleinere – Länder, die in den letzten 25 Jahren genauso stark oder noch etwas stärker an wirtschaftlicher Freiheit gewonnen haben wie Vietnam. Das sind Moldawien, Bulgarien, Belarus, Rumänien und Angola. Und kaum ein Land wurde in Sachen wirtschaftliche Freiheit derart durchgereicht wie Deutschland und befindet sich aktuell auf Platz 29. 

Marktinformationen-Archiv