Ganze 400 Fälle wurden in der aktuellen Saison in Deutschland bisher registriert, wo sonst Tausende Schwerkranke die Intensivstationen bevölkern.

Natürlich haben die Wahrheitshüter auch dafür eine Antwort parat: Dies sei das Resultat der Corona-Maßnahmen. Nur seltsam, dass diese bei allen Atemwegsinfektionen zu wirken scheinen, außer bei Covid-19. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Grippe nur deswegen fast ausgerottet ist, weil sie nun im Gewand von SARS-CoV-2 daherkommt. Wo früher der Hausarzt ein paar Medikamente zur Linderung sowie Bettruhe verordnete, gibt es heute einen Eintrag in die Statistik – und das für Millionen von Menschen, die nicht einmal krank sind. Es erscheint keinesfalls verwegen, von den vielen Corona-Opfern mindestens mal die durchschnittliche Zahl der Grippetoten der letzten Jahre abzuziehen, dazu die Zahl all jener mit Vorerkrankungen. Ob „mit“ oder „an“, würde gar keine Rolle mehr spielen. Viel bleibt dann nämlich nicht mehr – die dreizehnte Nachkommastelle müsste her, um noch irgendetwas statistisch Messbares zu erzeugen.

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