Die Europäische Zentralbank drückt seit Jahren die Zinsen. Deshalb müssen viele sogar Strafzinsen zahlen, weil sie hohe Beträge auf ihren Konten haben. Das trifft auch die Deutsche Rentenversicherung (DRV).

Sie hat laut einem Bericht von 2017 bis Ende 2022 insgesamt rund € 355 Millionen Strafe zu zahlen. Der Hintergrund: Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) verfügt über milliardenschwere Finanzreserven, die sie auf Bankkonten parkt. Für die Beträge fallen hohe Strafzinsen an. Die DRV hatte Ende Dezember 2020 rund € 36,28 Milliarden an „Nachhaltigkeitsrücklage“ angesammelt. Die Institution ist gesetzlich verpflichtet, gewisse Finanzpuffer anzulegen, damit sie kurzfristig schwankende Beitragseinnahmen ohne Beitragserhöhungen durchsteht. Dazu dient die Nachhaltigkeitsrücklage. Fachleute rechneten im Detail aus, dass die € 355 Millionen den „monatlichen Beitragszahlungen von mehr als 550.000 Durchschnittsverdienern“ entsprechen. Der Betrag reiche, um 350.000 durchschnittliche Monatsrenten zu bezahlen. Das sind bittere Zahlen.

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