Die Nasdaq hat der Security Exchange Commission (SEC) vorgeschlagen, den gelisteten Firmen Quoten im Hinblick auf die sexuelle Neigung ihrer Aufsichtsratsmitglieder vorzuschreiben.

So sollen Unternehmen, die sich an der Nasdaq listen lassen wollen, zukünftig eine Quote von LGBT (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle) oder Diverse unter ihren Aufsichtsratsmitgliedern vorweisen. Für ausländische und kleine Firmen soll insofern eine Ausnahme bestehen, dass diese zwar nicht quotenmäßig alle sexuellen Neigungen im Aufsichtsrat vertreten haben müssen, aber mindestens zwei Frauen. Nun könnte sich herausstellen, ob die Attraktivität der US-Börse Nasdaq ausreicht, um derartige gesellschaftspolitische Vorschriften durchzudrücken oder ob sich viele ausländische Firmen dann vom US-Kapitalmarkt zurückziehen werden. Schon die Gefahr von Sammelklagen und der scharfen Prospekthaftung im Zusammenhang mit einem Listing an der Nasdaq hatten seinerzeit viele ausländische Firmen zum Rückzug von der New Yorker Börse bewogen.

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