Die Deutsche Bank, einst eine hochrespektable Adresse des Landes, ist seit Jahren wahrlich keine Erfolgsstory mehr.

Milliarden-Verluste, Finanz-Affären und regelmäßige Razzien prägten das Image von Deutschlands größtem Geldhaus, die Aktie dümpelt weit unter der Zehn-Euro-Marke. Für teure Führungswechsel scheint aber immer noch genügend Geld da zu sein. Denn wenn es darum geht, gefeuerte Manager gut zu versorgen, spielt die Deutsche Bank weiter ganz vorne mit. Gleich drei Vorstände mussten zum 31. Juli 2019 ihre Posten räumen: Sylvie Matherat (Regulierung), Garth Ritchie (Investment-Banking) und Frank Strauß (Privatkunden-Geschäft). Ihr Abgang kostet die Deutsche Bank nach Berechnungen von Evers rund € 36,7 Millionen. Im Vergleich dazu gab der Konzern für den zehnköpfigen Vorstand laut Geschäftsbericht € 32,4 Millionen aus. Für Vergütungsexperten  ist klar: „Die Deutsche Bank geht viel zu leichtfertig mit den Abfindungszahlungen für ihre Top-Manager um. Am Ende zahlen das die Aktionäre und Kunden.“