Die Republik Österreich hat am 08.09. durch die Aufstockung von zwei bereits existierenden Staatsanleihen rund eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt mit Negativzins aufgenommen.

Die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) stockte die fünfzehnjährige Bundesanleihe 2013-2034 mit einer Emissionsrendite von -0,125 % und die Bundesanleihe 2020-2030 mit einer Rendite von -0,336 % auf. Anleger bezahlen mit Negativzinsen eine "Prämie", dass sie dem Staat Geld leihen dürfen, weil sie einen "sicheren Hafen" für ihr Geld suchen. Die OeBFA managt die Finanzschulden des Bundes und kümmert sich unter anderem um die Begebung der Bundesanleihen. Ende August lag die Finanzschuld des Bundes bei € 219,8 Milliarden mit einer effektiven Verzinsung von 1,65 % per annum und einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 11,10 Jahren. Der OeBFA-Chef geht "grundsätzlich nicht von steigenden, sondern gleichbleibenden Zinsen" aus. Am Markt würden aufgrund der Deflationssorgen und des starken Euro noch weitere Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) erwartet.