Der Euro hat am 01.09. die wichtige Marke von 1,20 USD übersprungen. Dabei profitiert er einerseits von leicht aufgehellten Konjunkturaussichten für Europa, andererseits von den Sorgen über die US-Konjunktur, die gestiegene Infektionszahlen verkraften muss.

Auch das angepasste „flexible durchschnittliche Inflationsziel“ der Fed lastet auf dem US-Dollar. Wir halten den Euro nun aber für eher überkauft. Nach schwächeren Augustzahlen dürfte die US-Konjunktur ab dem Herbst mit fallenden Infektionszahlen wieder verstärkt überzeugen. Und Europa hat weder zum Virus noch zum Brexit oder dem Nord-Südkonflikt nachhaltige Antworten. Insofern rechnen wir auf Sicht 6-12 Monate wieder mit einem Euro bei 1,15 USD.