Das Edelmetall ist so teuer wie seit fast neun Jahren nicht mehr. Eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) wurde an der Börse in London am 08.07. erstmals nach Jahren wieder über der 1.800-US-Dollar-Marke gehandelt.

Das ist der höchste Wert seit November 2011. Der Rekordwert liegt bislang bei US-$ 1921. In Euro gerechnet, hatte Gold bereits im Mai ein Allzeithoch bei € 1633 erreicht. Als Preistreiber gelten vor allem die Sorge vor weiteren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken. Gold gilt traditionell als Schutz gegen eine ausufernde Teuerung. Die aktuelle Zinspolitik der Notenbanken und die expansive Fiskalpolitik vieler Regierungen lassen bei Anlegern die Sorgen wachsen, dass früher oder später eine deutlich steigende Inflation einsetzen könnte. Schon der einflussreiche US-Unternehmer und Privatbankier John Pierpont Morgan, besser bekannt als J. P. Morgan, wusste um die einzigartige Bedeutung des Edelmetalls. Er sagte: „Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.“