Sollte sich die Wirtschaft nur langsam von der Coronakrise erholen, könnten einige Geldhäuser in Deutschland in Existenznot geraten.

Zu diesem Schluss kommt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) in einer aktuellen Studie. Er würde eine „Bankenkrise nicht ausschließen“, sagte BCG-Partner Holger Sachse. Die Pandemie führe zwar nicht automatisch zu einem solchen Szenario. Aber für einzelne Häuser könne die Situation durchaus dramatisch sein. BCG gesellt sich damit zu anderen Experten, die bereits Alarm geschlagen haben. So warnte das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), dass Kreditausfälle Deutschlands Banken „so schwer belasten, dass diese selbst in Existenznot geraten. Selbst wenn es für die deutsche Wirtschaft sehr gut läuft, halten wir eine neue Bankenkrise für wahrscheinlich“, sagte IWH-Präsident Reint Gropp. Als Gefahr für die Geldhäuser gilt, dass im Zuge der Coronakrise viele Unternehmen angesichts der Rezession in eine Notlage geraten. Dann könnte es sein, dass sie einen Teil ihrer Kredite nicht mehr bedienen können, was wiederum die Bankbilanzen belastet.