Der Anleihemarkt steht in der Corona-Krise im Mittelpunkt wie selten zuvor. Die Entwicklung dort scheint auch die anderen Bereiche des Finanzmarktes wie zum Beispiel den Aktienmarkt zu beruhigen.

Unternehmen können sich weiterhin zu sehr günstigen Konditionen finanzieren, was gewiss auch auf die Käufe der Europäischen Zentralbank und der amerikanischen Federal Reserve zurückzuführen ist. Ein weiteres erfreuliches Beispiel lieferte die Deutsche Bank, die in der vergangenen Woche ihre erste ökologischen und nachhaltigen Zielen dienende Anleihe plazierte. Die Nachfrage nach dem Green Bond mit einer Laufzeit von sechs Jahren war sehr hoch. Schon wenige Minuten nach Öffnung der Auftragsbücher überstieg die Nachfrage die Marke von € 1 Milliarde. Am Ende beliefen sich die Aufträge auf rund € 4,75 Milliarden – mehr als das 9,5-Fache des Emissionsvolumens von € 500 Millionen. Der Zinskupon beträgt 1,375 Prozent. Das Institut sprach mit seiner Debütemission auch die Privatanleger an, da das Mindestanlagevolumen nur € 1.000 betrug. Zuletzt hatten Siemens und BASF Anleihen begeben, deren Einstiegshürde mit € 100.000 für den gewöhnlichen Sparer zu hoch gewesen ist.