Die New Yorker Niederlassung der US-Notenbank Fed habe unter anderem Schwächen bei der US-Sparte der Deutschen Bank im Kampf gegen Geldwäscherei und im Risikomanagement erkannt, berichtete die "Süddeutsche Zeitung".

Der Untersuchungsbericht der US-Behörde sei Ende März bereits an die Führungsspitze der Deutschen Bank verschickt worden, hieß es weiter. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar diesbezüglich ab. Die US-Behörde war nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Der Bericht beruhe auf Prüfungen im Jahr 2019 und Anfang 2020, schreibt das Blatt weiter. Die Organisation des US-Geschäfts werde als "marginal" eingestuft und erhalte die Note 4, was der zweitschlechtesten Bewertung entspreche. Die Geschäfte der US-Sparte wiesen in "signifikantem" Umfang "ernsthafte Schwächen" auf. Die Geschäftsleitung sei daran gescheitert, die Probleme zu lösen. Es bestünden zudem Zweifel, ob die Bank jemals als "gut gemanagt" eingestuft werden könne, was mindestens der Note 2 entspreche. Ein Vorwurf der US-Behörde sei auch, dass es bei der Deutschen Bank immer noch ernste Probleme gebe, unsichere und ungesunde Bankgeschäfte zu erkennen und entsprechend zu adressieren, schrieb die Zeitung. Außerdem habe die Bank gewisse Defizite und Verspätungen bei der Umsetzung von Maßnahmen, vor allem im Kampf gegen Geldwäscherei und Sanktionsverstöße. Das Institut habe nun 90 Tage Zeit, auf das Schreiben der Fed zu reagieren.