Nach einem Luftangriff auf türkische Soldaten mit zahlreichen Toten in der nordsyrischen Provinz Idlib hat die Türkei Beistand von Nato und der internationalen Gemeinschaft gefordert.

Als Vergeltung griff die Türkei Stellungen der syrischen Regierungstruppen an, wie der türkische Kommunikationsdirektor, Fahrettin Altun, mitteilte. „Wir rufen die gesamte internationale Gesellschaft dazu auf, ihre Pflichten zu erfüllen“, hieß es darin. Wie das Bündnis inzwischen mitteilte, wird der Nordatl auf Bitten der Türkei zu einer Sondersitzung zusammentreten. Die Türkei habe um dieses Treffen unter Artikel 4 der Nato-Verträge gebeten. Der besagt. dass jeder Alliierte jederzeit um Beratungen bitten kann, wenn seiner Meinung nach „die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist“. Der Sprecher der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, Ömer Celik, forderte, die Nato müsse an der Seite der Türkei stehen. Gleichzeitig drohte er kaum verhohlen damit, syrischen Flüchtlingen im Land die Grenzen in Richtung Europa zu öffnen: „Unsere Flüchtlingspolitik bleibt dieselbe.“ Aber man befinde sich angesichts der schwierigen Umstände in einer besonderen Situation. „Wir können die Flüchtlinge nicht mehr halten“, sagte er.