Der Seegüterumschlag im Hamburger Hafen rutscht weiter ab.

Innerhalb der ersten sechs Monate ist der Gesamtgüterumschlag von 66,5 Millionen t um 3,5 Millionen t zurückgegangen. Dabei sank der Stückgutumschlag mit 45,5 Millionen t um nur 2,2 %. Der Massengutumschlag sank um 10,4 %! auf 21,1 Millionen t. Nicht viel besser sieht es bei dem Containerumschlag aus. Hier ging der Umschlag um 2,7 % auf 4,3 TEU zurück und das, obwohl die anderen großen europäischen Häfen große Zuwächse erzielten. Axel Mattern vom Hamburger Hafen Marketing sagte dazu: „Der bereits im vierten Quartal 2017 begonnene Aufwärtstrend in diesem Güterbereich setzt sich damit fort.“

Dabei stelle ich mir die Frage, von welchem Aufwärtstrend Herr Mattern da redet? Vielleicht meint er aber den Aufwärtstrend im weltweiten Warenverkehr. Ich denke nach wie vor, dass der Rückgang des Ladungsvolumens im Hamburger Hafen von der Politik hausgemacht ist. Die Verschlickung des Hafenbeckens und der seit Ewigkeiten andauernde Streit um die Vertiefung der Elbe haben, meiner Meinung nach, wesentlich zu dieser schlechten Situation beigetragen. Ich glaube auch nicht, dass diese Entwicklung, zumindest im Containerumschlag, umkehrbar ist. Denn die großen Containerschiffsreedereien haben sich längst in anderen Häfen in Europa breitgemacht und werden wohl kaum nach Hamburg zurückkommen. Für mich ein klares Versagen der Hamburger Politik.