Dazu sagte der Vorsitzende des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, Stefan Liebing:

„Wir sehen eine deutlich steigende Investitions- und Handelstätigkeit mit unserem Nachbarkontinent“. Noch im Jahr 2018 wollen deutsche Unternehmen Investitionen von mehr als € 1 Milliarde in Afrika beschließen, was einem Investitionsmehrbestand von 10 % betragen würde. „Der aktuelle Erfolg hat auch damit zu tun, dass der Bund zuletzt für eine Reihe von afrikanischen Staaten die Bedingungen für Exportkredit-Garantien erleichtert hat“, so Liebing. Das war schon lange eine Forderung der deutschen Firmen. Dazu Liebig: „Das wirkt. Zahlreiche Projekte konnten dadurch realisiert werden.“ Bekanntlich ist China, im Gegensatz zu Deutschland seit Jahren der ganz große Investor in Afrika und verfügt dementsprechend über die wichtigsten Handelskontakte. Betrachtet man nur das Jahr 2016, dann hat China in Afrika doppelt so viel in Direktinvestitionen getätigt wie die USA. Es verwundert also kaum, dass Deutschland nicht zu den zehn größten Investoren in Afrika gehört.

Darüber hinaus kann Afrika aber auch kurzfristig ein sehr interessanter Markt für die Schifffahrt werden. Es gibt bereits einige Reedereien, die sich auf diesen Markt spezialisiert haben und das mit Erfolg. Ein Kontinent, der vielleicht noch schläft, aber, genau wie China, in Kürze erwachen könnte.