Es wurde notwendig, einen Nachtragshaushalt auf den Weg zu bringen, um die Schulden um die HSH Nordbank überhaupt begleichen zu können.

Um die Verpflichtung des Landes, aus den Garantien für die HSH Nordbank in Höhe von rund € 3 Milliarden, bedienen zu können, wurde jetzt der Weg frei gemacht das Kapital überhaupt aus dem Landeshaushalt erhalten zu können. Dazu sagte die Finanzministerin Monika Heinold: „Das ist bitter und wirft uns beim Schuldenabbau deutlich zurück.“ Sie sagte aber auch, dass derjenige, der Garantien gebe damit rechnen muss das in Anspruch genommen werden. Bekanntermaßen hatten die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg die Bank 2009 mit einer Garantie von € 10 Milliarden und einer Kapitalerhöhung von € 3 Milliarden vor der Insolvenz gerettet. Wie der Schleswig-Holstein Ministerpräsident richtigerweise sagte, könnten sich die Verluste für das Land in der Summe zwischen € 11 Milliarden bis € 14 Milliarden belaufen. 

Meiner Meinung nach sind die Folgen dieses Desasters für die Steuerzahler der Betroffenen Bundesländer hart. Alleine in Schleswig-Holstein steigen die Schulden des Landes damit auf rund € 29 Milliarden. Es ist für mich ein Rätsel, das weder in der Politik noch in der Bank bis jetzt jemand zur Verantwortung gezogen wurde.