Freitag, 01.06.2012

Ist der Turnaround im US-Immobilienmarkt erreicht?

Ist der Turnaround erreicht? Nach dem Case-Shiller-Home-Price-Index der in den neunziger Jahren entwickelt wurde, werden die durchschnittlichen Hauspreise in den 20 wichtigsten Standorten der USA im Jahr 2012 um 3,5 % zurückgehen.

US-Starökonom Robert J. Shiller hatte das platzen der Immobilienblase in den USA bereits 2005 prognostiziert. In einem aktuellen Interview war er vorsichtig im Hinblick auf die Frage, ob der Hausmarkt den Boden erreicht habe. Er ist sich nicht ganz sicher, ist aber der Meinung das Häuser wieder erschwinglich werden und die niedrigen Zinsen diesen Effekt noch unterstützen. Damit sollte die Nachfrage weiter zunehmen.

Ein anderes Segment im Immobilienbereich profitiert von dieser Situation besonders. Weil zahlreiche Bürger der USA ihrer Häuser verkaufen mussten stieg die Nachfrage nach Apartments deutlich an. Außerdem wollen junge Menschen nicht mehr Immobilien kaufen, sondern lieber mieten.

Selbsverständlich profitieren nicht alle Objekte gleichermaßen. Wie nicht anders zu erwarten war profitieren die Immobilien mit Topstandorten am meisten und werden von institutionellen Investoren am stärksten nachgefragt. Derzeit sind diese Investoren bereit zu einem Renditeniveau von 5,5 % bezogen auf die Entwicklungskosten in Boston, New York, Washington D.C., Los Angeles, San Francisco und Seattle, einzukaufen.

Morgen lesen Sie: Moderates Wachstum beim Büro Immobilien in den USA

Autor: Marc Philipp Brandl